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Christlicher Gender Trouble? – Religiös begründete Ablehnung von Geschlechtergerechtigkeit

17.09.2018|14:00 - 17:00

Rechte Gruppierungen haben dem von ihnen so bezeichneten „Genderwahn“ oder „Genderismus“ den Kampf angesagt. Sie deuten den sozialwissenschaftlichen Begriff „Gender“ (englisch für soziales Geschlecht) als „Gender-Ideologie“ um und füllen ihn mit vielem, was sie an der modernen Gesellschaft stört. Anstatt gesellschaftlich verursachte Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und sexuellen Identitäten anzuerkennen und auf Gleichberechtigung hinzuarbeiten, wollen sie die Erfolge der Frauen- und LGBTQI-Bewegung zurückdrehen. Dabei versuchen sie auch, konservative Christ*innen mit Aussagen zu Lebensschutz und klassischem heterosexuellem Familienbild zu gewinnen.
Warum werden abwehrende Haltungen gegenüber der Auseinandersetzung mit Geschlecht und Sexualität salonfähiger? Welche Koalitionen gibt es beim so genannten „Anti-Genderismus? Gibt es in Anlehnung an Judith Butler christlichen „Gender Trouble“? Wie können die Fortschritte der Gleichberechtigung geschützt und für eine gerechtere Gesellschaft weiterentwickelt werden?
Der Workshop ist eine Kooperation der Regionalstelle Süd des Demokratiezentrums Hessen und dem Projekt Demokratie stärken im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Beide sind Mitglied im beratungsNetzwerk Hessen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus.
Der Referent Matthias Blöser ist Diplom-Politologe und seit 2007 ehrenamtlicher Bildungsarbeiter zu den Themen Demokratische Teilhabe, Zivilcourage, Diskriminierung, extreme Rechte, Geschlechterverhältnisse und Gewerkschaften.

Einladungsflyer


Details

Datum:
17.09.2018

Zeit:
14:00 - 17:00

Veranstalter

Michael Gerhardt
 

Veranstaltungsort

Haus am Maiberg

Ernst-Ludwig-Straße 19
64646 Heppenheim, Hessen
Deutschland
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Telefon:
06252 9306-0