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Aktuelle Foto-Ausstellung “Nulllinie. Eine Reportage – Fotografien aus dem Kriegsgebiet im Osten der Ukraine ”

27.04.2019|8:00 - 20.06.2019|17:00

Sofia Samoylova zeigt mit ihrer Ausstellung “Nulllinie. Eine Reportage” Fotografien aus dem Kriegsgebiet im Osten der Ukraine im Haus am Maiberg in Heppenheim.

Sofia Samoylova ist oft in den Gebieten Lugansk und Donezk, um Hilfsprojekte zu koordinieren. Dabei entstehen Aufnahmen wie diese.

Sofia Samoylova ist oft in den Gebieten Lugansk und Donezk, um Hilfsprojekte zu koordinieren. Dabei entstehen Aufnahmen wie diese.

Seit genau fünf Jahren dauert der Krieg in der Ukraine an. Er mag aus unserem Bewusstsein verschwunden sein, aber zu Ende ist er nicht. Die zum Teil in Ludwigshafen aufgewachsene Fotografin Sofia Samoylova hat einen sehr persönlichen Blick auf die Ukraine. Ihre Aufnahmen aus dem Gebiet sind nun auch im Haus am Maiberg in Heppenheim zu sehen.

Man übertreibt nur ein klein wenig, wenn man sagt, dass sich in Sofia Samoylovas Lebensgeschichte auf gewisse Weise die jüngste europäische Geschichte spiegelt. Geboren wurde sie 1990 in einer äußerst unruhigen Zeit in der gerade noch existierenden Sowjetunion. Ihre Eltern waren kurze Zeit vorher aus der Ukraine nach Russland ausgewandert. Die kleine Sofia lebte zeitweise bei den Großeltern in der Ukraine und zeitweise in Russland. Als sie zehn Jahre alt war, wanderten ihre Eltern mit ihr nach Ludwigshafen aus. Der Vater war damals als Softwareentwickler sehr gefragt gewesen und hatte eine Green Card der Bundesregierung bekommen. Die Tochter lebte in Ludwigshafen, bis sie 20 Jahre alt war. Sie machte Abitur am Carl-Bosch-Gymnasium, absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur und eine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild und Ton beim OK-TV Ludwigshafen und studierte anschließend an der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden. Inzwischen ist sie 29. In die Ukraine ist sie immer wieder zurückgekehrt. Um ihre von der Front weit entfernt lebenden Großeltern zu besuchen, und inzwischen auch, um mit einem Verein in Braunschweig oder mit Freunden Hilfe für die Menschen im Kriegsgebiet zu organisieren. Es gibt Jahre, in denen sie fünfmal in die Ukraine reist. „Dieses Jahr war ich schon zweimal da“, erzählt sie. Sofia Samoylova lebt heute als freiberufliche Regisseurin, Kamerafrau und Fotografin in Viernheim. Sie begleitet unter anderem den Mannheimer Fotografen Luigi Toscano bei seinem Projekt „Gegen das Vergessen“, das Holocaust-Opfer porträtiert. Mit den Möglichkeiten der Fotografie beschäftigt sie sich seit ihrem zwölften Lebensjahr. Es sind sehr persönliche, nah an die Menschen und die Orte herangehende Fotografien. Sie entstanden in den Gebieten Lugansk und Donezk, unweit der Front, an der ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten kämpfen. Die Bilder zeigen nicht direkt den Krieg, aber seine Folgen schon, zum Beispiel in Gestalt eines völlig durchlöcherten Straßenschildes. „Ich bin keine Journalistin“, erklärt Samoylova, „wenn ich dort bin, dann bin ich bei Freunden. Und dann bin ich Ukrainerin.“

Die Ausstellung „Nulllinie. Eine Reportage“ ist seit Samstag, dem 27. April im Haus am Maiberg zu sehen und kann noch bis zum 20. Juni 2019 besucht werden.
Öffnungszeiten Ausstellung: Montag, 08:00 Uhr bis Freitag, 17:00 Uhr


Details

Beginn:
27.04.2019|8:00

Ende:
20.06.2019|17:00

Website:
www.haus-am-maiberg.de

Veranstalter

Titus Möllenbeck
 

Telefon:
06252 9306-12

E-Mail:
t.moellenbeck@haus-am-maiberg.de

Veranstaltungsort

Haus am Maiberg

Ernst-Ludwig-Straße 19
64646 Heppenheim, Hessen
Deutschland
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Telefon:
06252 9306-0