Warum rassismuskritische politische Bildung?

Nach der erfolglosen Weltmeisterschaft in Russland im Juni 208 hatte Mesut Özil über Twitter verbreitet, dass er nicht mehr in der deutschen Fußballnationalmannschaft spielen werde. Über Wochen war er zu einem der Sündenböcke der verpatzten WM abgestemeplt worden, weil er sich einige Tage vor der Weltmeisterschaft mit einem „seiner Präsidenten“, mit Recep Tayyip Erdoğan, in einer zugewandet Art und Weise hat fotografieren lassen. Der „Deutsch-Türke“ Özil warf der Spitze des DFB unter anderem vor, dass er von Seiten des DFB „ein Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre“. Der DFB äußerte sich zunächst zurückhaltend zu Özils Rücktritt, wies aber in seiner ersten kurzen Reaktion insbesondere „in aller Deutlichkeit“ zurück, mit Rassismus in Verbindung gebracht zu werden. Die „Äffare“ hat in den darauf folgenden Tagen heftige öffentliche Debatten ausgelöst, die nach Meinung fast aller Kommentator*innen in die Stimmung der Zeit passen und deshalb noch lange anhalten werden.