Politische Jugendbildung

  • Das Politische liegt praktisch auf der Straße - oder nicht?! Es begegnet uns im Alltag, in der Schule, zu Hause, im Netz, im Sport - überall. Aber vielleicht ist es nicht auf den ersten Blick sichtbar. Wir möchten mit unserer Jugendbildung dazu beitragen, dass junge Menschen das Politische in ihrem Umfeld sehen und entdecken.
  • Junge Menschen haben etwas zu sagen. Wir möchten mit der Politischen Jugendbildung im Haus am Maiberg dazu beitragen, dass sie sich eine eigene, differenzierte Meinung bilden und dass diese Gehör findet.
  • Multiplikator*innen lernen, wie sie ihr Wissen in der Politischen Jugendbildung vertiefen und (peer-to-peer) an junge Menschen weitergeben können.
Worum geht es?

Politische Jugendbildung hat in Deutschland nach 1945 eine bedeutende Tradition. Unmittelbar nach Ende von Krieg und nationalsozialistischer Diktatur forderten die Siegermächte eine Reeducation, eine Umerziehung der Deutschen zur Demokratie. Anfang der 1950er-Jahre wurden dann in der Bundesrepublik erste Förderprogramme für politische Bildung aufgelegt und Institutionen der politischen Bildung gegründet.
Fast alle gesellschaftlichen Gruppen sahen sich in der historischen Verantwortung, in der Jugend- und Erwachsenenbildung auch einen Schwerpunkt in der demokratischen politischen Bildung zu setzen. In diesem historischen Kontext ist auch das Haus am Maiberg als Bildungsort zu sehen, das 1955 seinen Betrieb als „Erwachsenenbildungsheim“ aufnahm.
Später wurde im Haus am Maiberg ein eigenes Referat politische Jugendbildung aufgebaut. Heute ist die Jugendbildung ein Schwerpunkt der politischen Bildung im Haus am Maiberg, verstärkt durch zahlreiche Projekte, kommunale und internationale Angebote und Angebote der Extremismusberatung und Demokratieförderung.

Was ist das Ziel?

Mit dem Dreiklang „Sehen – Urteilen – Handeln“ werden Ziele und Aufgaben der politischen Jugendbildung gut auf den Punkt gebracht. Es geht darum, politische Fragen und Herausforderungen zu analysieren. Teilnehmer*innen sollen die politischen Gegebenheiten sachgerecht und kritisch beurteilen können und ihre eigene Position dazu finden. Am Ende des Bildungsprozesses sollen Haltungen und Handlungswege deutlich werden. Bestenfalls wird politisches Handeln angeregt und möglich.

Die Methoden der politischen Bildung sind handlungs- und erfahrungsorientiert und schließen immer eine  umfangreiche Reflexion und Auswertung eigener Erfahrungen ein. Dazu gehört auch der Perspektivwechsel mit Übungen, in  denen die Teilnehmer*innen in verschiedene Rollen schlüpfen.

Der Luxus ein politisches Thema ohne Bewertungskontext und ohne Begrenzung durch einen 45-Minuten-Takt bearbeiten zu können, fällt auch den Jugendlichen schnell auf. So können politisch kontroverse Fragen tiefergehend diskutiert werden.

Schwerpunkte und Themen

In der politischen Jugendbildung im Haus am Maiberg werden in Seminaren und Exkursionen vielfältige Themen aufgegriffen. Häufig wiederkehrende Veranstaltungstypen sind:

Seminare für Schüler*innenvertretungen (SV, SMV)

Seminare für Schüler*innenvertretungen unter anderem mit den Themen

  • Rechte und Pflichten
  • Kommunikation und Arbeitsweise
  • Mitbestimmung in der Schule
  • Das Politische in der S(M)V-Arbeit

Insgesamt bietet dieses Seminar eine Anregung zur demokratischen und politischen Mitgestaltung eines zentralen Orts jugendlichen Lebens.

Compassion Seminare - Soziales Engagement politisch denken

Compassion-Seminare werden im Nachgang zu einem Sozialpraktikum in der Schule angeboten. Hier reflektieren die Jugendlichen das soziale Engagement und fragen nach Zusammenhängen zwischen dem Sozialen und dem Politischen Dabei wird deutlich, wie stark soziale Fragen von vorgelagerten politischen Entscheidungen und damit Macht und Herrschaft abhängen. Im Gespräch mit Expert*innen und Politiker*innen hinterfragen die Teilnehmenden bestehende Verhältnisse und kommen in einen Austausch darüber, wie Dinge vor Ort verändert werden können.

Workshops/ Seminare zu Zivilcourage sowie diskriminierungskritische Bildung

Wir bieten Workshops und Seminare zur Zivilcourage sowie zu verschiedenen Formen von Diskriminierung wie zum Beispiel Homophobie, Antiziganismus und Sexismus an. Diskriminierung wird dabei in Ursache und Wirkungsweise untersucht. Die Teilnehmenden reflektieren und überdenken ihre eigene Positionen und Einstellungen. Wir regen dazu an, auch Handlungsmöglichkeiten hin zu einer menschenfreundlichen Gesellschaft zu entwickeln.

Kommunale Jugendbildung

In Kooperation mit dem Kreis Bergstraße ist das das Haus am Maiberg Teil des Kommunalen Jugendbildungswerks und bietet regionale Jugendbildung an. Die Aktivitäten sind Teil der vom Land Hessen geförderten politischen Bildung im kommunalen Raum. Es geht vor allem darum, kommunale (Demokratie-)Projekte zu entwickeln, zu fördern und zu begleiten.

Mit der kommunalen Bildungsarbeit sollen politische Aktivitäten von jungen Menschen unterstützt werden. So steht das Haus am Maiberg mit zahlreichen Jugendräten im Kreis in Kontakt, vernetzt diese und bietet ihnen eine  bedarfsgerechte Weiterbildung an.

Ein wichtiges Ziel der politischen Jugendbildung wird hier besonders deutlich: Engagement und Partizipation vor Ort zu begleiten und zu unterstützen. So soll Interesse an Politik geweckt und der Einfluss von Jugendlichen auf politische Entscheidungen gestärkt werden. 

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Kontakt

REFERENTIN FÜR POLITISCHE JUGENDBILDUNG

HANNE KLEINEMAS M.A.
Interkulturelle Kommunikation und Europastudien

TELEFON
06252 9306 - 18

E-MAIL
h.kleinemas (at) haus-am-maiberg (punkt) de

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